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Backup erfolgreich: Ist die Wiederherstellung auch getestet?

Warum ein grüner Backup-Bericht noch keinen Wiederanlauf beweist.

Der Backup-Bericht zeigt Grün. Der Bildschirm beim Wiederherstellen leider nicht.

„Wir haben doch ein Backup.“ Dieser Satz beruhigt. Bis eine wichtige Datei fehlt, die Warenwirtschaft ausfällt oder ein Angriff Systeme unbrauchbar macht. Dann zählt, welche Daten und Anwendungen sich tatsächlich wiederherstellen lassen und wie lange das dauert.

Eine erfolgreiche Sicherungsmeldung ist ein wichtiger Kontrollpunkt. Ob Ihr Unternehmen mit der Sicherung wieder arbeiten kann, zeigt eine geplante Wiederherstellungsprobe.

Was muss zuerst wieder laufen?

Beginnen Sie beim Geschäftsbetrieb. Welche Anwendung brauchen Sie, um Aufträge anzunehmen, Waren auszuliefern oder Leistungen abzurechnen? Welche Daten gehören dazu? Ein wiederhergestellter Ordner allein hilft wenig, wenn die benötigte Anwendung, Benutzeranmeldung oder Datenbank fehlt.

Geschäftsführung, Fachbereich und IT sollten zwei Fragen gemeinsam beantworten:

  • Wie lange darf dieser Prozess ausfallen? Daraus ergibt sich das Ziel für die Wiederanlaufzeit, häufig RTO genannt.
  • Wie viel Datenverlust wäre noch verkraftbar? Daraus ergibt sich der zulässige Abstand zum letzten nutzbaren Datenstand, häufig RPO genannt.

Ein Backup von gestern Abend erfüllt möglicherweise nicht die Anforderungen eines Betriebs, der die heutigen Aufträge nicht rekonstruieren kann. Umgekehrt braucht nicht jede Anwendung dieselbe Wiederanlaufgeschwindigkeit.

So wird aus einer Vermutung ein nachvollziehbarer Test

  1. Testumfang vereinbaren. Wählen Sie einen wichtigen Prozess und definieren Sie vorab, woran Sie eine erfolgreiche Wiederherstellung erkennen.
  2. Sicher testen. Lassen Sie die IT eine geeignete, getrennte Testumgebung vorbereiten. Produktivdaten dürfen nicht versehentlich überschrieben und wiederhergestellte Systeme nicht unkontrolliert mit dem laufenden Netz verbunden werden.
  3. Abhängigkeiten prüfen. Sind Zugangsdaten, Schlüssel, Lizenzen, Installationsmedien und erforderliche Dienste verfügbar? Funktionieren Anwendung und Daten zusammen?
  4. Fachlich kontrollieren. Lassen sich die vorgesehenen Datensätze öffnen? Ist der Datenstand nachvollziehbar und konsistent? Kann der Fachbereich den vereinbarten Ablauf durchführen?
  5. Zeit und Ergebnis dokumentieren. Halten Sie fest, was aus welchem Sicherungsstand wiederhergestellt wurde, wie lange es dauerte und welche Hindernisse auftraten.

Aus einem fehlgeschlagenen Test lässt sich lernen, solange der Betrieb noch läuft. Beseitigen Sie die Ursachen und prüfen Sie anschließend erneut. Auch nach Änderungen an Anwendungen, Sicherungsverfahren oder Infrastruktur braucht der Testplan eine Überprüfung.

Auch das Backup braucht Schutz

Sicherungskopien sollten nicht denselben Ausfallrisiken ausgesetzt sein wie die Originaldaten. Dazu gehören geeignete getrennte oder unveränderbare Kopien, abgesicherte Verwaltungszugänge und eine Prüfung, ob alle benötigten Systeme erfasst sind. Welche Kombination passt, hängt von Ihren Anforderungen ab.

Bei einem vermuteten Cyberangriff kommt eine weitere Aufgabe hinzu: Die Wiederherstellung muss mit der Untersuchung und Bereinigung des Vorfalls abgestimmt werden. Andernfalls können kompromittierte Systeme oder schädliche Inhalte erneut in Betrieb gelangen.

Die entscheidende Frage

„Wann haben wir zuletzt einen wichtigen Geschäftsprozess aus dem Backup wiederhergestellt und das Ergebnis dokumentiert?“

Eine belastbare Antwort enthält ein Datum, einen getesteten Umfang und ein Ergebnis. Genau daraus entsteht eine bessere Grundlage für Entscheidungen als aus einem grünen Statussymbol allein.

Im Leitfaden „IT-Sicherheit im Mittelstand“ finden Entscheider Orientierung für die Vorbereitung und Priorisierung ihrer IT-Sicherheitsmaßnahmen.

Besprechen Sie mit msv, wie sich eine Wiederherstellungsprobe für Ihren Betrieb planen lässt. Informationen zu unserer Unterstützung: IT-Betreuung und Beratung.

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